Handwerk für Bürokratieabbau

redaktion News

Zentralverband des Deutschen Handwerks für Preis nominiert

Die deutsche Bürokratie hat eine Menge Regeln und Vorgaben. Ein Beispiel ist die Tatsache, dass nach EU-Recht sämtliche Handwerksbetriebe, die Fahrzeuge über 3,5 Tonnen weiter als 50 Kilometer vom eigenen Firmensitz entfernt einsetzen wollen, einen digitalen Tachographen einbauen und somit die Lenk- und Ruhezeiten aufzeichnen müssen. Diese Regelung kennt man sonst nur von LKW-Fernfahrern. Gerade bei diesen ist es sinnvoll, dem straffen Zeitplan der Speditionen entgegen zu wirken. Doch bei Handwerksbetrieben ist die Situation eine ganz andere – sie sind nicht ständig auf Tour und sind berufsbedingt auf unregelmäßige Fahrzeiten angewiesen.

ZDH strebt Änderung an

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks setzt sich nun bei der Europäischen Kommission dafür ein, dass es den Handwerksbetrieben künftig leichter gemacht wird. Die Aufzeichnungen von Lenk- und Ruhezeiten sollen vereinfacht und entschärft werden. Die Idee ist nun für den europäischen Preis „Beste Idee zum Bürokratieabbau“ nominiert worden und hat dabei gute Chancen auf eine Auszeichnung. Dieser Vorschlag ist damit eine von drei Ideen, die Chancen auf einen Sieg bei diesem Preis haben. Unterstützt wird der Preis von der BILD-Zeitung, Edmund Stoiber und dem Kommissionspräsident Günter Verheugen, die auch einen Teil der Jury stellen und somit dafür verantwortlich sind, dass es dieser Vorschlag aus über 500 Einsendungen in das Finale geschafft hat.

Preisverleihung im Mai

Der konkrete Vorschlag sieht vor, dass der Umkreis, in dem die Handwerker ohne Pflicht der Aufzeichnung von Lenk- und Ruhezeiten arbeiten dürfen, sich um 100 Kilometer erweitert. Somit sei das Handwerk in solch schwierigen Zeiten entlastet und könne freier agieren, heißt es. Die Verkehrssicherheit sei laut dem Zentralverband des Deutschen Handwerks durch diese Änderung nicht gefährdet. Am 13. Mai 2009 werden die Sieger in Prag bekanntgegeben und geehrt.

Ähnliche Beiträge