Erdwärme geschickt nutzen

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Sicherer und umweltfreundlicher heizen

Kernenergie ist zu gefährlich, Gas zu teuer und Öl zu knapp – die Welt der Energielieferanten sieht nicht mehr allzu gut aus und lässt so manchem Hausbesitzer die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Normalerweise dürfte die Suche nach regenerativen Energien aber gar nicht so schwierig gestalten, denn 99 Prozent der Erde sind heißer als 1000 Grad. Somit haben wir unmittelbar unter unseren Füßen eine unvorstellbar produktive Energiequelle. Das Gute an der Energiequelle der Erdwärme ist, dass dieses Energiepotenzial nahezu unerschöpflich ist. Dennoch war die Methode der Energiegewinnung bei uns wenig verbreitet. Lange Zeit erschienen die Förderbedingungen unwirtschaftlich und aufwendig. Nun sind aber neue Technologien verfügbar, welche die Energiegewinnung durch Erdwärme deutlich vereinfachen. Geothermie ist der Fachbegriff für die umweltfreundliche Methode, die schon in naher Zukunft zu einem elementaren Bestandteil der Wärmeversorgung des Landes werden könnte. Die Vorteile liegen auch neben dem Fakt der Umweltverträglichkeit auf der Hand. Erdwärme ist nicht nur klimafreundlich, sondern auch ständig verfügbar. Unabhängig von Jahreszeit und Wetter ist diese Technik immer anwendbar und birgt auch sonst keinerlei Risiken.

Erdwärme noch wenig verbreitet

Noch sind es relativ wenige Regionen, die bereits auf Erdwärme bauen. In Bayern wird beispielsweise in Straubing in der Nähe der Trabrennbahn so geheizt, auch in Mecklenburg-Vorpommern heizen viele Gemeinden auf diese Art. In Stuttgart wird das nächste Großprojekt auf diese Weise geplant. Der neue Stuttgarter Bahnhof soll im Rahmen des „Stuttgart 21“ Projektes mit Erdwärme beheizt werden. Mit Hilfe von Erdwärme und Wind der einfahrenden Züge soll das ganze Jahr ein angenehmes Klima geschaffen sein.
Natürlich kann Erdwärme aber auch für das Beheizen von kleineren Objekten genutzt werden. Für normale Heizzwecke können schon aus wenigen Metern Tiefe entsprechende Ressourcen gewonnen werden. Energieberater und professionelle Ingenieure solcher Sonden-Systeme für Erdwärme findet man leicht im Internet. Ein erster Anlaufpunkt kann die Dienstleister- und Handwerkerplattform MyHammer sein.

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