Solarzellen als Schnäppchen

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Überproduktion führt zu günstigeren Preisen

SolarzellenSchon lange preisen deutsche Hersteller ihre Solarzellen als „Dachgold“ an und verweisen damit auf die Möglichkeit hoher Ersparnisse. Bislang konnte dieser Ausdruck immer als einfache Marketing-Bezeichnung abgetan werden, doch mittlerweile ist wirklich eine Menge dran, an diesem Vergleich.

Immer mehr Deutsche steigen um auf Solarenergie und machen sich so fit für eine Zukunft mit der Kraft der Sonne. Der plötzliche Trend zu Solarzellen ist ganz einfach zu begründen, denn während man im Herbst 2008 noch 3,50 Euro pro Watt für ein kristallines Solarmodul zahlen musste, so sind es gegen Ende des Jahres schon nur noch 3 Euro gewesen. Aktuell zahlt man noch einmal 50 Cent weniger und wer gut handeln kann, der kann die Module sogar schon für 2,30 Euro bekommen. Ein Preisverfall von rund 35 Prozent im Vergleich zum letzten Halbjahr ist also schuld an dem Boom der Solarzellen.

Nachfrage nach Solarzellen hinter Angebot

Der Preissturz hat ganz einfache Gründe, so gibt es weltweit eine enorme Überproduktion an Solarmodulen. Das kalifornische Beratungsunternehmen iSuppli hat es in Zahlen gefasst und geht von einem Angebot von 11,1 Gigawatt für das Jahr 2009 aus. Die Nachfrage dürfte sich aber gerade einmal auf 4,2 Gigawatt belaufen. Zudem sind es vor allem chinesische Hersteller, die den deutschen Markt aktuell mit günstigen Angeboten überfluten. Bedenkt man nun noch, dass der Bundestag die staatlich garantierte Vergütung für Solarstrom ziemlich deutlich gesenkt hat, ist klar, weshalb sich der Preissturz gerade jetzt so deutlich zeigt. Es gibt rund acht Prozent geringere Unterstützung vom Staat, womit die Hersteller ihre Preise nun anpassen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Es hat sich hier also schon ein ähnliches Szenario für die Solaranbieter ergeben, wie für die Autohersteller nach der Abwrackprämie erwartet wird.
Fest steht aktuell nur, dass es sich definitiv lohnt, jetzt in Solarenergie zu investieren und auch das eigene Haus mit entsprechenden Zellen auszurüsten. Die Module gibt eben schon recht günstig und die passenden Monteure findet man preiswert und effektiv bei Handwerker-Plattformen wie MyHammer.

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