Handwerk als Gewinner der Finanzkrise

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Deutsche investieren lieber ins Haus als in Aktien

Um das leidige Thema der Finanzkrise kommt man aktuell nicht herum. Die größten Unternehmen stellen auf Kurzarbeit um und retten sich so kurzfristig vor dem einst undenkbaren Ruin. Banken zittern um ihre Existenz, Automobilhersteller entlassen erst Mitarbeiter und sind trotz aller Sparmaßnahmen doch zahlungsunfähig. Aber so eigenartig es klingen mag, es scheint auch langfristige Gewinner der Finanzkrise zu geben – und die kommen aus dem Handwerk. Wirtschaftsexperten prophezeien einen Anstieg der Aufträge für Handwerker mit dem Fortgang der Finanzkrise. Während immer mehr Ingenieurs-, Manager-, und Beraterberufe unter der aktuellen Wirtschaftslage leiden, sollte sich das Handwerk schon bald vom kurzfristigen Einbruch an Aufträgen erholt haben und einer guten Zeit entgegensehen können. Die eigenen vier Wände sind ein paar der wenigen Kapitalanlagen, die vielen Menschen noch geblieben sind und werden somit auch besonders gepflegt. Statt tausende Euro in einen riskanten Aktienfond zu investieren, lassen viele Hausbesitzer ihr Dach neu decken, den Innenraum renovieren oder die Außenfassade auf Vordermann bringen.

Staatliche Hilfen

Einige Veränderungen in Bezug auf staatliche Hilfen unterstützen das Handwerk ebenfalls in vielen Bereichen. Besonders die Branche der Sanitär- und Heizungstechniker profitiert so seit 2007 enorm von der staatlichen Förderung im Bereich regenerativer Energien. Und das seit Anfang des Jahres geltende Recht, 20 Prozent der Handwerkerrechnungen beim Finanzamt geltend zu machen und bis zu einem Betrag von 1200 Euro Steuern zu sparen, wirkt sich bereits jetzt positiv auf den Berufsstand der Handwerker aus.

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