Schwarzarbeit vernichtet Handwerker und Unternehmer

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In ganz Deutschland kämpfen Unternehmer und Handwerker jeden Tag um ihr Überleben. Besonders jetzt, in den Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise, ist es unerträglich, wenn Gesetzesbrecher ihnen lebenswichtige Aufträge wegnehmen. Schwarzarbeit ruiniert nicht nur gesetzestreue Handwerker, sondern gehört auch zu profanen Dingen wie Betrug, Steuerhinterziehung und Dumping. Im Nebeneffekt mit Wettbewerbsvorteil und Marktverzerrung.

Bundesweit gab es letztes Jahr 117.441 Ermittlungen wegen Straftaten in Sachen Schwarzarbeit und 72.969 Ordnungswidrigkeitenverfahren. Die daraus folgende Schadenssumme belief sich auf 561,8 Millionen Euro.
Schwarzarbeit verzerrt den freien Wettbewerb und schadet der Wirtschaft. Rechtstreue Unternehmen, Handwerker und Gewerbetreibende geraten bei privaten und öffentlichen Auftragsvergaben ins Hintertreffen, denn ihre Angebote können oft mit den Dumpingpreisen von Rechtsbrechern nicht mithalten. So werden täglich Arbeitsplätze vernichtet – oder rechtstreue Handwerker werden gezwungen, selbst zu illegalen Mitteln zu greifen, um überleben zu können.
Wer Schwarzarbeit betreibt oder fördert, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Neben Bußgeldern und Geldstrafen drohen hier auch auch Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen kann es sogar Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren geben.
Auch die Nichteinhaltung gesetzlicher Mindestlöhne gilt mittlerweile als Schwarzarbeits-Delikt. Unternehmer, die mit Niedriglöhnern versuchen, die Konkurrenz zu übertrumpfen, bekommen es nicht nur mit der Gewerkschaft zu tun, sondern sind auch ein Fall für den Staatsanwalt. So ergeht es auch denen, die ausländische Arbeitnehmer ohne Arbeitserlaubnis beschäftigen, Leistungen ohne Rechnungslegung erbringen, ein Gewerbe ohne Anmeldung betreiben oder auf Einkünfte keine Einkommens- und Umsatzsteuern zahlen.

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