Schwarzarbeit in haushaltsnahen Dienstleistungen ist kein Kavaliersdelikt

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Die Schwarzarbeit in haushaltsnahen Dienstleistungen wie Putzfrauen, Koch- und Einkaufshilfen, BabysitterInnen und AltenpflegerInnen wird noch immer als ein Kavaliersdelikt angesehen. Die meisten Arbeitnehmer und Arbeitgeber vergessen, dass Schwarzarbeit Steuerhinterziehung ist und somit strafbar ist. Die Minijob-Zentrale rät: Hilfe anmelden und von den Vorteilen profitieren.

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag der Minijob-Zentrale hat von rund 40 Millionen Haushalten in Deutschland fast jeder Fünfte schon einmal eine Hilfe schwarz beschäftigt.
Ihr Hauptmotiv: Sie wollen die Haushaltskasse schonen. 27 Prozent von ihnen wollen Geld sparen. Dabei hat man kaum Mehrkosten wenn man eine Hilfe als 400-Euro-Minijobber anmeldet. Seit 2009 kann man sogar 20 Prozent der gesamten Ausgaben von seiner Einkommensteuer abziehen (bis zu 510 Euro im Jahr).
Manche schrecken zudem vor dem bürokratischen Aufwand zurück, den sie hinter einer Anmeldung vermuten. Mit dem Haushaltsscheckverfahren der Minijob-Zentrale ist es jedoch ganz einfach, eine Hilfe anzumelden.
Oft ist es aber der Arbeitnehmer, der nicht angemeldet werden will, um mehr als 400 Euro verdienen zu können. Außerdem sind viele Haushaltshilfen auch illegal in Deutschland und können sich daher gar nicht anmelden. Jeder Vierte beschäftigt seine Hilfe auf ihren eigenen Wunsch hin schwarz. Vielen Arbeitnehmern ist nicht bewusst, dass sie von einer Anmeldung profitieren, da sie zur gesetzlichen Unfallversicherung gemeldet werden und Recht auf Urlaub und auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall haben.

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