Flechtzäune als Grundstücksgrenzen und blühender Schutz

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Oft wirken blickdichte Gartenzäune wie Mauern und andere vorgefertigte Elemente sehr abweisend. Schnitthecken sind auch nicht immer von Vorteil, denn Sie brauchen viel Platz. Daher sind im naturnahen Garten Weiden-Flechtzäune eine ansprechende Alternative. Aus den Ruten kann ein Totholzzaun oder ein treibendes Flechtwerk entstehen, der auch Lebensraum für Vögel bietet.

Zum Flechten eines solchen Natur-Zauns sind Korbweide und Purpurweide, aber auch die Silber-, die Sal- und die Reifweide geeignet. Im Gartenfachhandel oder beim Forstamt finden Sie unverzweigte, einjährige Ruten. Diese werden zwischen November und April geschnitten. Frisch geschnitten sind sie besonders austriebfähig, biegsam und damit leicht zu verarbeiten. Sie können aber auch feucht gelagert oder vor dem Flechten gründlich eingeweicht werden. Man flechtet sie zwischen Pfählen, die in einem Graben stecken. Dabei muss man darauf achten, dass das Totholz keinen Kontakt mit dem Boden hat. Ansonsten sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Im Laufe der Zeit wird die Rinde des toten Holzes vone iner Patina überzogen, die schön wirkt, aber auch ein Zeichen für Vergänglichkeit darstellt. Die Lebensdauer eines solchen Zauns beträgt vier Jahre. Sobald die weichen Ruten trocknen, brechen sie schnell.

Die langlebigere Alternative ist ein treibender Weidenzaun. Weiden sind regenerationsfreudig und ihre Stecklinge wurzeln binnen zwei Wochen. Dazu müssen sie nur in den Boden gesteckt und in der Anwachsphase feucht gehalten werden. Sobald sie lang genug sind, werden die neuen Triebe waagerecht oder rautenförmig verflochten. Diese lebenden Zäune sollten zweimal im Jahr zurückgeschnitten werden.

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