Alternative Heizungsanlagen – Solar, Holz, Erdwärme

redaktion News 0 Comments

Ab 2009 ist der Einsatz von Solarthermie, Wärmepumpen oder Biomassenheizungen (etwa Holz) vorgeschrieben. Sie sollten genau erwägen, welcher Heizungstyp zu Ihnen passt, und ihre alte Heizungsanlage durch eine kostengünstige und umweltfreundliche alternative Anlage ersetzen lassen. Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, geben wir Ihnen einen kurzen Überblick über die drei wichtigsten Heizungstypen.

SOLARTHERMIE
Die Wasserheizung durch die Sonne deckt bis zu 60 % des Warmwasserbedarfs im ganzen Jahr.
Es gibt schon mehr als 9 Mio m² Sonnenkollektorenfläche in Deutschland, wodurch jedes Jahr 500 Mio Liter Heizöl eingespart werden. Demnach lohnt es sich, die zentrale Heizungs- und Warmwassertechnik mit Solarkollektoren aufzurüsten, denn Heizen und Warmwasserbereiten bilden zusammen einen beachtlichen Anteil am Energieverbrauch im Haushalt.
Der Heizkessel bleibt beim Einsatz der Sonnenkollektoren im Sommer aus und springt höchstens dann ein, wenn die Sonne zu wenig Solarenergie liefert. Eine gute Sonnen-Kombi-Solar-Anlage spart pro Jahr 25–30 % an Heizöl, was beim Vier-Personen-Haushalt bis zu 450 Liter macht.

WÄRMEPUMPE
Die Wärmepumpe nutzt die regenerative Energie aus der Umwelt, wie die in Erde, Wasser oder Luft gespeicherte Sonnenenergie oder die natürliche Erdwärme. Ihre Vorteile gegenüber einer Öl-Anlage sind beachtlich:

* 70% Energie der Pumpe sind gratis, klimafreundlich und unbegrenzt verfügbar
* kostengünstiger Betrieb
* flexibles System (in nahezu jedem Gebäude realisierbar)
* unabhängig von Öl- und Gasimporten
* ideal für Niedrigenergiehäuser nach aktuellem Bau-Standard

Das Heizen mit der Wärmepumpe kommt alledings nicht ohne elektrische Hilfsenergie aus. Mit 1 KWh Strom zum Antrieb schafft eine Wärmepumpe jedoch bis zu 4 KWh Heizenergie aus der Natur. Kritiker behaupten aber, sie sei weniger umweltfreundlich als z.B. Solarheizungen. Zudem enthalten viele Wärmepumpen ein Treibhausgas als Kältemittel.
In der Praxis verbrauchen Waermepumpen häufig mehr Strom als gedacht und der CO2-Ausstoß bei der Stromerzeugung verschlechtert ihre Ökobilanz. Der Betrieb mit Erdwärme und Ökostrom ist in diesem Falle ideal.

BIOMASSENHEIZUNG

Ob Scheite oder Pellets, eine Holzheizung schafft eine gemütliche Wärme und somit ein angenehmes Wohnklima.
Zudem zählt diese Heizungsmethode zu den umweltfreundlichsten, denn bei der Verbrennung entsteht nur soviel CO2, wie zuvor von den Bäumen aufgenommen wurde – also so viel, wie bei der Verrottung entstehen würde. Holz ist ein dauerhaft vorhandener Brennstoff und der Kreislauf der Natur bleibt geschlossen, solange nicht mehr Holz geschlagen wird als es nachwächst. Zudem kann die Holzasche als Dünger verwendet werden, und schädliche Emissionen wie Feinstaub lassen sich durch Filtertechnik beliebig reduzieren.
Beim Heizen mit Holzscheiten braucht es, um 2 000 Liter Heizöl zu ersetzen – den Jahresbedarf eines Einfamilienhauses – rund zehn Kubikmeter Holz, was einen großen Lagerplatz voraussetzt. Holzpellets hingegen benötigen nur etwa halb soviel Platz.
Sowohl die KfW als auch das Bafa fördern Biomassekessel mit Investitionskostenzuschüssen bzw. zinsgünstigen Darlehen für Alt- und Neubauten.

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*