Analyse: Wo Umzugsunternehmen besonders begehrt sind

Daniel Dodt News Leave a Comment

Statistisch betrachtet ziehen die Deutschen alle acht bis zehn Jahre einmal um. Dabei steigt mit dem Alter und zunehmender Umzugserfahrung auch die Bereitschaft, professionelle Dienstleister mit dem Wohnungswechsel zu beauftragen. Wo die Nachfrage nach Umzugsunternehmen am höchsten ist und in welchen Städten eher auf private Helfer gesetzt wird, zeigt eine aktuelle Analyse von MyHammer auf Basis von mehr als 100.000 ausgewerteten Aufträgen.

München ist Umzugshauptstadt, Berlin nur Durchschnitt

Verbraucher in München greifen bei einem Wohnungswechsel am häufigsten auf ein Umzugsunternehmen zurück. Gemessen an der Zahl der gemeldeten Haushalte werden in der bayerischen Landeshauptstadt fast doppelt so viele Aufträge (95 Prozent über Durchschnitt) vergeben wie im Vergleich der fünfzig größten deutschen Städte üblich.

Eine ähnliche hohe Nachfrage nach Umzugsdienstleistern zeigt sich in der Rheinmetropole Düsseldorf (+86 Prozent) sowie in der Bankenstadt Frankfurt am Main (+77 Prozent). Auch in Hamburg und Köln wird professionelle Hilfe sehr gern in Anspruch genommen. Insgesamt bewegt sich das Auftragsvolumen in den beiden Millionenstädten rund 50 Prozent über dem ermittelten Durchschnitt. Beliebt ist der Umzug mit Fachleuten zudem in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover (+41 Prozent) sowie in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden (+36 Prozent).

Grafik: Wo Umzugsunternehmen besonders begehrt sind

In Berlin sind Umzüge in Eigenregie hingegen deutlich öfter zu beobachten. So ist die Nachfrage nach Umzugsunternehmen in der Bundeshauptstadt – in Relation zur Gesamtzahl der Haushalte – allenfalls durchschnittlich. Auch in Karlsruhe (-11 Prozent), Nürnberg (-23 Prozent), Essen (-25 Prozent) und Leipzig (-31 Prozent) setzen umzugswillige Verbraucher verstärkt auf Eigeninitiative und greifen seltener auf Fachkräfte zurück. Am häufigsten werden Umzüge in Chemnitz, Hagen, Hamm und Magdeburg mit privaten Helfern organisiert und durchgeführt. In diesen Städten liegt der Bedarf an fachmännischer Hilfe mehr als zwei Drittel unter dem Mittelwert.

Ostdeutsche Haushalte setzen eher auf Eigeninitiative

„Mit Blick auf die jeweiligen Umzugsvorlieben der Haushalte gibt es die klare Tendenz, dass Umzugsunternehmen in einkommensstarken Regionen vergleichsweise oft mit der Durchführung des Wohnungswechsels beauftragt werden. In einkommensschwächeren Gebieten erfolgt die Organisation des Umzugs dagegen weitaus häufiger in Eigenregie“, erklärt Claudia Frese, Vorstandsvorsitzende der MyHammer AG. Deutliche Unterschiede treten insbesondere im Ost-West-Vergleich zutage. So fällt die Nachfrage nach Fachkräften in den untersuchten westdeutschen Großstädten rund 30 Prozent höher aus als in ihren ostdeutschen Pendants.

Mit Profis beim Umzug gut versichert

Geht beim Umzug etwas zu Bruch sind Verbraucher mit Profis erheblich besser abgesichert als mit freiwilligen Helfern. Laut Gesetz haften Möbelspediteure mit bis zu 620 Euro pro Kubikmeter Umzugsgut für von ihnen verursachte Schäden. Zu beachten ist dabei allerdings, dass üblicherweise nur der Zeitwert der beschädigten Gegenstände ersetzt wird und Pflanzen, Wertgegenstände, Tiere und Elektrogeräte oft von der Haftung ausgenommen sind. Zudem haften Umzugsunternehmen in der Regel nur für Gegenstände, die von den eigenen Mitarbeitern verpackt wurden. Ist eine weitergehende Absicherung des Umzugsgutes notwendig, beispielsweise für Schäden, die nicht vom Spediteur reguliert werden, empfiehlt sich der Abschluss einer speziellen Transportversicherung.

Mehr Wissenswertes rund um das Thema Umzug haben wir in unserer MyHammer Umzugs-Fibel zusammengestellt. Hier finden Sie zahlreiche Fachbeiträge und Expertentipps für einen reibungslosen und stressfreien Wohnungswechsel.

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