Aus Gartenhaus wurde Gotteshaus

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In Berlin soll jeder nach seiner Fasson glücklich werden. Das ist schon seit Friedrich II so. Insofern ist Roland Jacob aus Berlin-Blankenburg ein typischer Vertreter seiner Stadt. Er trat aus der Kirche aus und beschloss 2002, seine eigene Kirche zu bauen.

Jetzt, über zehn Jahre später und um 70.000 Euro ärmer ist der 73-Jährige stolzer Besitzer seiner eigenen, 25 Quadratmeter kleinen Kathedrale, zu der er sein ehemaliges Gartenhäuschen umbaute. Es fehlt an nichts: Skulpturen, Bleiglasfenster und Jesusfigur über dem Altar. Draußen im Garten steht ein Glockenspiel, das drei Mal täglich erklingt.

Die Idee kam Roland Jacob im Ecuador-Urlaub, als er die Kirche eines deutschen Aussteigers entdeckte: „Als ich da drinnen saß und die Affen zum Fenster reinguckten, war ich fasziniert und dachte: So eine Kirche baust du auch.“ Ursprünglich war die private Kirche nur für ihn selbst gedacht, um dort über Gott und die Welt nachzudenken. Mittlerweile kommen allerdings auch Besucher und Nachbarn, um in dem Mini-Gotteshaus „Kirchlein zum guten Hirten“ einzukehren.

Den Namen hat Roland Jacob der Kirche nach einer Bronzefigur gegeben, die Stock und Hut trägt und zu seiner Sammlung gehört. Und die Bezeichnung „Kirchlein“ findet er treffend. Kapelle klingt ihm zu sehr nach Krankenhaus oder Friedhof und Laube ist auch nicht zutreffend: „Hier stehen doch keine Gartenzwerge!“

Die ganze Geschichte ist nachzulesen im Tagesspiegel und der B.Z.

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