Frankfurter Bildhauer beherbergt Hammer-Museum in Schuhmacherei

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Maurer, Metzger, Zimmermann – kaum ein Handwerker kommt ohne Hammer aus. Grund genug für den Bildhauer Oskar Mahler, dem in Kunst und Kultur bisher wenig beachteten Utensil mehr Aufmerksamkeit zu schenken.  In seiner Werkstatt hatten sich über die Jahre viele Hämmer angesammelt. Schließlich begann er, besondere und ausgefallene Stücke aktiv zu sammeln – auch mit Hilfe von Freunden und Familie. Seit August 2005 stellt er seine rund 1.000 Exponate in Frankfurt am Main aus – im Hammer-Museum.

 

Geprägt ist diese ständig wachsende Sammlung von der Faszination, die Hämmer auf Oskar Mahler ausüben. Es sind nicht nur Werkzeuge – ein Hammer erzählt von seinem Besitzer, der ihn eingeschlagen hat, von der Arbeit, die seine Schlagfläche geformt hat und von dem Beruf, für den er benutzt wurde. „Ich habe Exemplare, deren Funktion mir bisher noch kein Handwerker erklären konnte. Ich will herausfinden, für was sie geschmiedet wurden und so höre ich bei meinen Nachforschungen oft Geschichten über Berufe, die selten geworden oder ausgestorben sind“, erzählt der sympathische Hesse.

Seine Sammlung umfasst chirurgische Hämmer, Steiger-Hämmer aus dem Bergbau, einen Hammer der gleichzeitig Zange ist, außerdem große Vorschlaghämmer oder einen Hammer, der nur mit der Lupe zu erkennen ist. Prunkstück ist ein Signaturhammer, mit dem früher Lederhäute auf dem Markt markiert wurden. Zu finden ist dieses Kleinod der Sammelleidenschaft im oberen Stockwerk der Schuhmacherei Lenz im Frankfurter Bahnhofsviertel und seit der Eröffnung sehr beliebt. MyHammer wird bei Gelegenheit mal vorbeischauen.

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