Gut ausgebildete Handwerker verdienen mehr als Akademiker

Lundquist Neubauer News 4 Comments

Das Handwerk hat goldenen Boden“ – selten wurde dieses Sprichwort mit so vielen Fakten untermauert. Wie derwesten.de berichtet, müssen gut ausgebildetete Handwerker auch den Gehaltsvergleich nicht scheuen. Ganz im Gegenteil: Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) liegt das durchschnittliche Einkommen von gut ausgebildeten Handwerkern bei 42.000 Euro im Jahr. Das sind 3.000 Euro mehr, als beim am schlechtesten verdienenden Viertel der Akademiker.

Bei diesen goldenen Aussichten, ist es umso verwunderlicher, dass auf den jungen Handwerkernachwuchs noch immer rund 23.000 unbesetzte Ausbildungsstellen warten. Das kann auch daran liegen, dass in Politik und Wissenschaft seit den Ergebnissen der Pisa-Studie immer wieder gefordert wird, mehr Menschen zu einem Hochschulabschluss zu bringen. Diesem gängigen Credo widerspricht nun der Bildungsexperte vom­ Institut der Deutschen Wirtschaft Axel Plünnecke: „Wer in den nächsten Jahren einen vernünftigen Realschul­abschluss vorlegt, hat beste Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen und anschließend über Zusatz-Qualifikationen aufzusteigen.“ Ähnlich äußern sich immer wieder Vertreter des deutschen Handwerks: „Für gute Bewerber rollen wir den roten Teppich aus,“ vermeldet der Pressesprecher der Handwerkskammer Wiesbaden in der Frankfurter Rundschau.

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Comments 4

  1. Na ja ich als Unternehmer komme da schon ran aber einen Angestellten Handwerker mit 40tsd. Einkommen kenne ich nicht. Realistisch wäre in Mitteldeutschland bei sehr gut Bezahlten 30tsd.

  2. Bei einem Stundenverrechnungssatz bis zu 150,00 € in der Kfz-Branche glaube ich das schon. Wobei man hier wiederum die unterschiedlichen Schwankungen in den einzelnen Bundesländern berücksichtigen muss. Das fundierte Beispiel gilt für einen Kfz-Mechaniker-Gesellen in Wiesbaden. Den Stundenlohn eines Schornsteinfegers mag ich nicht nachrechnen.

  3. @fairplay

    Schon mal vom Mittellohn gehört und wie er sich berechnet. Dann wissen Sie auch warum der Mechaniker so teuer ist.

  4. Ich werde es sicher bald erfahren. Gibt es den Mittellohn etwa in „Mitteldeutschland“? Mindestlohn gibt es übrigens auch. Mein teurer Kfz-Mechaniker hat mir jedenfalls ein aufbereitetes gebrauchtes Teil zum Neupreis eingebaut, sogenannte praktizierte „Altwagenregelung“. Hinterher ist man meistens schlauer. Bei den Ärzten gibt es ganz große Verdienstunterschiede, ein Chirurg verdient viermal so viel als ein Gynäkologe (gestern einen Bericht darüber im Fernsehen gesehen. Veterenäre verdienen sehr schlecht. Man kann noch so viel verdienen, wenn man schlecht wirtschaftet, nützt das auch nichts. Der Brocken, den unser lieber Fiskus daran verdient – ohne irgendeine Gegenleistung – ist schon beachtlich. Kein Wunder also, dass sich viele Gutverdiener ins Ausland absetzen oder ihr Vermögen auslagern und hier die Schwarzarbeit munter blüht. Die Ehrlichen sind die Dummen und werden noch dazu bestraft, wenn sie nicht rechtzeitig bezahlen. Schön ist das nicht. Immerhin halten sie die Wirtschaft am Laufen, damit das soziale Netz nicht zusammenbricht.

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