Wie Handwerker sich vor Forderungsausfällen schützen können

Lundquist Neubauer News 2 Comments

Viele Forderungsausfälle könnten vermieden werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen (ifh Göttingen), wie Meistertipp.de berichtet. Demnach investieren Handwerker bisher zu wenig Zeit in die Prüfung potenzieller Kunden. Ein Viertel der insgesamt 40 befragten Unternehmen verzichtet z.B. auf eine Bonitätsprüfung potenzieller Auftraggeber.

MyHammer hat das Problem erkannt und ermöglicht seinen Handwerkern jetzt kostenlose Bonitätsprüfungen von Auftraggebern: Inhaber eines Gold-Pakets können jeden Monat bis zu fünf Bonitätsprüfungen möglicher Kunden durchführen, bevor sie ein Angebot abgeben, Platin-Kunden maximal zehn. Die Bonitätsprüfung erfolgt in Echtzeit und basiert auf den Informationen des MyHammer Partners Infoscore.

Bonitätsprüfungen sind gerade vor dem Hintergrund der kürzlich beschlossenen Neuregelung der Verbraucherinsolvenz interessant. Wie die Deutsche Handwerkszeitung berichtet, werden die Schulden von Privatpersonen und Selbstständigen im Falle einer Privatinsolvenz künftig nämlich nach drei statt bisher sechs Jahren erlassen. Dass das für Handwerker negative Folgen haben könnte, macht ZDH-Generalsekretär Schwannecke deutlich: „Die Menschen machen es Banken und Staaten gerne nach. Sie kaufen auf Pump ein, nutzen Dienstleistungen ohne an die spätere Bezahlung zu denken, lassen Handwerker auf der Rechnung sitzen.“ Ein Grund mehr, sich vor der Auftragsvergabe genaustens über die Zahlungsfähigkeit potenzieller Auftraggeber zu informieren.

 

Ähnliche Beiträge

Comments 2

  1. Eine Bonitätsprüfung schützt nicht vor Forderungsausfall. Professionelle Preisdrücker lassen sich dadurch nicht ermitteln. Der beste Schutz ist ein wasserdichter Vertrag und ausreichende Zahlungsmodalitäten, wie Materialkostenvorschuss und Abschlagszahlungen. Wenn im Vorfeld schon ein unverschämter Preisnachlass gefordert wird, Finger weg! Nach unserer Erfahrung gibt es dann am Ende Ärger und offene Kostenforderungen bleiben zurück.
    Bonitätsprüfung ist bei Misstrauen vielleicht angebracht, aber wer nimmt unter diesen Umständen einen Auftrag an?
    Das wahre Ich zeigt sich meistens bei der letzten Rate. Uns sind jedenfalls kleine Angestellte, die ihre Rechnungen pünktlich bezahlen und sich über die Arbeiten freuen, viel lieber als großkotzige Managertypen, die mit unfairen Methoden die Zahlungsforderungen aussitzen und dabei sehr professionell den Preis drücken. Die Arbeit steht dann absolut im Hintergrund, es geht nur noch darum, Mängel zu finden und möglichst viel Preisnachlass herauszuholen. Solche Problemkunden rauben nicht nur Zeit und Energie, sondern kosten leider viele potentielle Neukunden, die wiederum problemlos zahlen würden.

  2. Ich bin mittlerweile immer bei Teilzahlungen!

    Beispiel—alt bekannte Kunden…Auftrag für grossen Neubau ca 9/10000€ ohne Material….trotz Bekanntheit Anzahlung und Abschlagszahlungen jede Woche..
    bei Neuen Kunden erst recht!

    Diese Bonitätsprüfung, sofern überhaupt einer die machen würde, sagt doch NULL aus über die ZAHLUNGSBEREITSCHAFT!!!

    Für mich absolut nichts, was funktioniert!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*