EU-weite Ausnahmeregelung zur Tachographenpflicht

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Es gibt eine neue EU-weite Ausnahmeregelung von der Nutzungspflicht für Tachographen – das hat das Europäische Parlament kürzlich beschlossen. Betriebe, die nicht ausschließlich im Transportgewerbe tätig sind und ihre Arbeitsmaterialien mit Kleinlastern transportieren, müssen künftig erst ab einem Umkreis von 100 Kilometern einen Fahrtenschreiber einsetzen – bisher waren es 50 Kilometer.

Mit dieser Regelung hat die EU zwar den Forderungen des Handwerks entsprochen, mit einer weiteren Klausel in der neuen Verordnung hat das Handwerk aber nicht gerechnet: Bisher galt die Tachographenpflicht erst ab einem Fahrzeuggewicht von 3,5 Tonnen. Dies soll mit der neuen Regelung nun auf 2,8 Tonnen ausgeweitet werden. Laut der Deutschen Handwerkszeitung bedeutet das eine „Mehrbelastung für hunderttausende Betriebe“. Denn die meisten Kleinlaster liegen nach Angaben des ZDH in der Gewichtsklasse zwischen 2,8 und 3,5 Tonnen. „Bisher gab es für diese Fahrzeuge keinerlei Kilometerbeschränkungen“, erklärt ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke. „Trotz Ausdehnung der Ausnahme wird es deshalb im Resultat mehr Verlierer als Gewinner der Reform geben.“ Deshalb fordere das Handwerk das Europäische Parlament auf, die Ausweitung von 2,8 Tonnen auf 3,5 Tonnen zurückzunehmen.

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