Ohne Frauen läuft im Handwerk nichts

Lundquist Neubauer News 3 Comments

Über drei Viertel aller Handwerksbetriebe werden gemeinsam von einem Ehepaar geleitet, Frauen werden also auch im Handwerk immer wichtiger. Aus diesem Grund gibt es für sie einen eigenen Verband: Den Bundesverband der UnternehmerFrauen im Handwerk (UFH). Auf dessen jüngstem Kongress in Köln trafen sich 200 Frauen aus dem Handwerk, Hauptthema war die „Vernetzung in sozialen Medien“, wie das Deutsche Handwerksblatt berichtet. Dass Handwerker-Frauen im Internet fitter sind als die männlichen Kollegen, zeigte bereits eine vor einem Jahr von MyHammer in Auftrag gegebene Innofact-Studie. Highlight des Kongresses war übrigens die Kür der Unternehmerfrau 2011, zu deren Wahl das handwerk magazin aufgerufen hatte: Es ist Birgit Rodler, Geschäftsführerin der AFW Creativ Stickerei aus Oberfranken. Zusammen mit ihrer Schwester und einer Freundin übernahm sie die Stickerei vor etwa zwei Jahren aus der Insolvenz und konnte den Personalbestand seither auf 20 Beschäftigte in Vollzeit aufstocken.

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Comments 3

  1. Das ist doch altbekannt, dass hinter jedem guten Mann eine gute Frau steht und wenn sich das noch optimal ergänzt steht einem erfolgreichen Konzept nichts mehr im Wege. Es wird auch höchste Zeit, dass Frauen als gleichwertig von der Männerdomäne akzeptiert werden. Sie müssen ja nicht zwingend selbst den Amboss stemmen oder Vorschlaghammer schwingen.

  2. @fairplay:
    Sie sind wohl auch die Ehefrau oder Partnerin eines selbständigen Handwerkers??? Warum backen Sie so kleine Brötchen? Zeigen Sie mir einmal (in welchem Beruf auch immer) einen erfolgreichen Mann, der nicht die erforderliche Unterstützung (wenn auch manchmal nur mental) erhält. Tatsache ist: ohne Frauen läuft nix !!!!!
    Im Handwerk tritt dies natürlich ganz besonders zu Tage:
    Die Herren der Schöpfung stehen auf der Baustelle ihren Mann. Dann nehmen sie noch die Kundentermine wahr und kalkulieren! Aber sonst sind die im Büro eher selten zu finden. Wir kennen keinen Handwerker, der sich z.B. um Buchhaltung und / oder Lohnbuchhaltung kümmert. Und all die „Kleinigkeiten“, die da noch so „nebenher“ anfallen.
    Das Büro ist nicht die Domaine des „normalen“ Handwerkers. Eher erscheint ihm dies als die reinste „Hölle“ und er ist froh, wenn er nicht rein muß. Lieber arbeitet er ein paar Stunden länger auf der Baustelle oder räumt ganz zur Not seine Werkstatt auf (muß ja auch ab und zu mal sein). Hauptsache nicht ins Büro. Ist ja sooooooo furchtbar!
    Allerdings sind Handwerkerfrauen in der Regel mindestens doppelt belastet: zum einen schmeißen sie den Laden im Hintergrund – zum anderen müssen sie auf den Partner verzichten, da er selten da ist. Und wenn er dann einmal da ist, dann sitzt man ihm im Büro gegenüber und er hat furchtbar schlechte Laune, weil das Büro ja die reinste Hölle für ihn ist.
    Natürlich kennen wir auch Handwerker, bei denen die Ehe / Partnerschaft dann genau daran zerbrochen ist. Und die haben dann echt ein Problem. Und wenn sie ihr Handwerk noch so gut beherrschen, wenn das Büro nicht von selber läuft, dann geht’s bergab.
    Das Problem der Männer allgemein ist ja auch: sie sind nicht multitaskingfähig. Wie um Himmels Willen sollen sie es also schaffen, die handwerkliche Arbeit, die Büroarbeit, die Kundentermine und auch noch ihre eigenen Befindlichkeiten auf die Reihe zu kriegen.
    Man muß es den Männern also nachsehen, denn eigentlich sind sie das schwache Geschlecht, auch wenn sie auf der Baustelle „den Amboß schwingen“. Sie können ja nichts dafür. Frauen sind einfach härter im Nehmen : und das ist auch gut so! 🙂

  3. @malerhaeussler:
    Es gibt auch zahlreiche weibliche Handwerker, die tagtäglich ihren „Mann“ stehen und es teilweise sogar besser können als ihre männlichen Kollegen, allein schon wegen der Feinmechanik und Kreativität, denn nicht immer ist allein Muskelkraft gefragt.
    Die aktive Mitarbeit einer Frau im Familienbetrieb, vorwiegend im Büro, unterstützt den Partner natürlich ungemein. Eine one-man-show ist daher doch viel schwerer und auch unproduktiver.
    Fazit: Alle selbständigen Unternehmerfrauen sind bewundernswert und verdienen Respekt, weil sie aus ihrer Hausfrauenrolle herausgetreten sind und den Mut zu eigenständigem Arbeiten aufgebracht haben und damit auch erfolgreich waren, insbesondere auch als Handwerker.

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