Immer mehr Handwerker gehen in den Baumarkt

redaktion News 8 Comments

Qualitätshandwerk zeichnet sich nicht nur durch gute handwerkliche Arbeit, sondern auch durch die Verwendung von hochwertigen Produkten aus. Wie Meistertipp.de und DIYonline heute berichten, hat der Fachhandel das Monopol für Arbeitsmaterialen für Profi-Handwerker mittlerweile eingebüßt, gut ausgerüstete Baumärkten sind demnach kein Tabu mehr.

Wie eine aktuelle Umfrage von BauInfoConsult zeigt, setzten gerade Bauunternehmer zunehmend auf überall erreichbare Händler. Bereits 14 Prozent decken ihren gesamten Materialbedarf mit dem Einkauf im Baumarkt ab. Dies ist eine bemerkenswerte Entwicklung, denn noch vor zwei Jahren erfuhr der Baumarkt in vergleichbaren Umfragen in der Fachbranche eher Ablehnung und galt als Hochburg von DIY-Amateuren.

Im Gegensatz zum Fachhandel könnten Baumärkte mit verfügbarem Lagersortiment gerade bei Spontankäufen sowie bei der Überbrückung von Engpässen punkten, so das Ergebnis der Studie. Wie sehen das die Leser unseres MyHammer Blogs? Darf man sich als qualifzierter Handwerker mittlerweile im Baumarkt von nebenan blicken lassen? Oder ist das immer noch tabu?

Zum Meistertipp.de-Artikel.

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Comments 8

  1. Natürlich ! Weil immer mehr Kunden die Preise drücken.
    Geiz ist Geil. Machst Du nicht mit, bekommst Du keinen
    Auftrag !
    Deutschland = Billiglohnland

  2. Wo bleibt denn beim Kauf im Baumarkt die Handelsspanne des Unternehmers, wo doch jeder Kunde dort die Materialpreise einsehen kann? Die meisten Handwerksbetriebe arbeiten immer noch nach einer Mischkalkulation, d.h. ein Teil des zu erwirtschaftendem Enkommen wird über den Materialgewinn abgedeckt, der Rest über die Stundenverrechnungssätze. Entfällt der Materialgewinn hat dies zwangsläufig einen höheren Stundenlohn zur Folge. Wer das so nicht handhabt hat bald keine Butter und auch keine Wurst mehr auf dem Brot, denn von verschenken und „für lau arbeiten“ ist bisher noch keiner sattgeworden. Das Einzige, was man dann satt ist, ist die Arbeit, bleibt nur noch der Weg in Hartz IV.

  3. Das müssen ja richtig tolle Firmen sein die im Baumarkt Material holen.
    Die Materialien sind doch meist von schlechterer Quallität als vom Fachhandel und vom Preis her auch nicht wirklich günstiger.
    Ich kaufe nicht im Baumarkt und lass mich auf den Kram auch nicht ein.
    Habe dieses schon zugelassen und nachher nur rumdiskutiert das es am Material liegt und nicht an meine Ausführung.
    Und siehe da, als ich dann mein Material genommen habe hat es geklappt, also mach ich das mit so´n Hobbymaterial nicht mehr weil es nichts bringt.

  4. Das sollte man schon objektiv betrachten. Nicht alles im Baumarkt ist schlecht. Es gibt auch Farben im Baumarkt, die zwar nicht günstiger, aber immerhin mit „sehr gut“ getestet sind und sich durchaus auch verarbeiten lassen. Was tun, wenn der Auftraggeber unbedingt diese Farbe oder diese Tapete von diesem Baumarkt möchte? Meistens besorgt der Auftraggeber dann selbst das Material und trägt auch hierfür die Verantwortung, wir beraten nur hinsichtlich der richtigen Menge, da die Angaben dort fast immer Idealwerte haben, und wichtiger Produktinformationen wie Anfertigungsnummer etc. Billige No-name-Produkte und Angebotsware lehnen wir allerdings grundsätzlich ab. Oft läßt sich der Auftraggeber aber auch durch einen einfachen Preisvergleich überzeugen, da wir durch Abnahme großer Mengen natürlich günstige Preise weitergeben können. Der Verdienst am Material sollte auch nicht im Vordergrund stehen, sondern die Leistung.

  5. Warum sollte es als qualifizierter Handwerker Tabu sein im Baumarkt um die Ecke einzukaufen? Es kommt immer aufs Produkt an, alle Investitionen unter 50 Euro kann man bedenkenlos im Baumarkt kaufen, für teurere Produkte würde ich mich vorher im Internet schlau machen und anschlißend im Baumarkt kaufen, falls vorhanden. Der Einzelhandel sollte durchaus unterstütz werden.

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