Dieter Bohlen wertet bei DSDS den Malerberuf ab

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Wie die tz-online berichtet, machte sich Dieter Bohlen mit einem Kommentar in der Sendung „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) bei Malern unbeliebt: „Es wären Perlen vor die Säue, wenn du Hartz-IV-Empfänger oder Anstreicher wirst“, sagte Bohlen zu einem Kandidaten.

Die Maler und Lackierer Innung München empörte sich öffentlichkeitswirksam und nutzte die Gelegenheit zur offenen Diskussion sowie zur positiven Darstellung des Maler-und Lackiererhandwerks – auch um dem Nachwuchsproblem in diesem Gewerk entgegenzuwirken. Ein Mitgliedsbetrieb der Maler und Lackierer Innung München schrieb außerdem einen offenen Brief an Bohlen und lud den DSDS-Juror in das Berufsbildungszentrum in München ein. So könne dieser sich vor Ort ein Bild vom vielfältigen und kreativen Malerberuf zu machen.

Den meisten wird zwar klar sein, dass die provokanten Aussagen Dieter Bohlens zum Konzept der Casting-Show gehören. Jedoch nährt das Wort „Anstreicher“ Vorurteile: „Anstreicher“ ist eine abwertende Bezeichnung des Malerberufes, die in keinster Weise die Anforderungen und Qualifikationen dieses Handwerksberufes widerspiegelt. So sagt der Leiter des Berufsbildungszentrums der Münchner Malerinnung, Michael Doll, „dass es bei diesem Beruf nicht nur darum geht, Wände weiß anzustreichen.“

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Comments 1

  1. …. na ja ! Herr Bohlen ist nun einmal immer etwas provokant. Und manchmal denkt er wahrscheinlich eher weniger über seine Sprüche nach. Außerdem wird man ihm zu Gute halten müssen, daß er die Handwerksordnung nicht kennt – somit wohl eher gar nicht weiß, daß es sich beim Maler- und Lackierer um ein meisterpflichtiges Gewerk handelt, somit schon jemand mehr Hirn haben muß, wenn er diesen Beruf erlernen will. Und dieses geistige Niveau kann er bei seinen DSDS-Kandidaten wohl in der Regel eher nicht voraussetzen. Von daher ist es sicher besser, wenn die DSDS-Kandidaten schief singen. Man stelle sich nur vor, Personen dieses Formats würden auf arme Kunden losgelassen !!! Den Fernseher kann man abstellen, wenn es einem zu blöd wird. Hat man jedoch einen Handwerker beauftragt und dieser hat die Arbeiten durchgeführt, dann kann man unter Umständen nicht so einfach und schnell ausziehen, nur weil das Resultat der Arbeiten eine Katastrophe ist.
    Außerdem war seine Formulierung offenkundig „Anstreicher“. Er hat somit Personen gemeint, die lediglich und ausschließlich in der Lage sind einfach irgend etwas weiß zu überpinseln. Ich denke, daß alle Maler- und Lackierergesellen und / oder Meister hier schon drüberstehen könnten. Wenn man jedes Wort von Herrn Bohlen auf die Goldwaage legen wollte, so wäre man schwer damit beschäftigt !!!
    Und wenn es Herrn Bohlen gelungen ist durch seinen Ausspruch das Maler- und Lackiererhandwerk zu thematisieren, so ist das doch auch nicht gar so schlecht: man spricht darüber und schnell wird in Diskussionen klar, daß ein Maler- und Lackierer nicht nur ein „Anstreicher“ ist : somit viel mehr dahintersteckt.
    Vielleicht hat er unserem Handwerk ja mit seinem doofen Spruch sogar einen Gefallen getan: vielleicht erfahren jetzt viel mehr Menschen, als je zuvor, daß hier eine 3-jährige qualifizierte Berufsausbildung zunächst erforderlich ist, um einen Gesellenbrief zu erlangen. Hernach dann noch die Meisterschule, sofern man seinen Meister machen will (wobei man sich da dann wieder über die Neuerungen aufregen könnte, daß jetzt Auszubildende direkt nach der Gesellenprüfung auf die Meisterschule dürfen – was sollen die denn da???). Die Berufserfahrung fehlt dann jedenfalls! Und es heißt nicht umsonst : Übung macht den Meister. Leider fehlt es dann den jungen Meistern eben an derselben, so daß das dann schon ein wenig fragwürdig ist. Aber was soll’s. Wir können es nicht ändern.
    Es lebe Herr Bohlen, der es tatsächlich durch einen einzigen Spruch schafft, unser Handwerk in die Medien zu bringen. Ist doch schön!!! Vielleicht bringt es ja was!
    Viele Grüße an DIETER (der dies ja sicherlich nicht lesen wird, da er sich derzeit mit seinen Kandidaten herumschlagen muß)!

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