Bundesrechnungshof fordert: Handwerkerbonus abschaffen!

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Wie die Deutsche Handwerkszeitung (DHZ) berichtet, könnte die Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerksleistungen bald der Vergangenheit angehören. Dieser sogenannte Handwerkerbonus erlaubt Wohungsbesitzern und Mietern 20 Prozent der jährlichen Handwerksleistungen bis maximal 6.000 € steuerlich abzusetzen. Der Bundesrechnungshof rät der Bundesregierung nun, den Handwerkerbonus abzuschaffen.

Der Bundesrechnungshof argumentiert, dass die Regelung die legale Durchführung von Handwerksleistungen nicht im geplanten Ausmaß fördere.  Bei 70 Prozent der Handwerksleistungen und 30 Prozent der Dienstleistungen führt der Steuerbonus demnach zu sogenannten Mitnahmeffekten. Diese Aufträge wären also ohnehin nicht in Schwarzarbeit durchgeführt worden. Unzureichende Kontrollen sind ein weiterer Kritikpunkt des Bundesrechnungshofes.

Sollte die Regierung auf die Forderung des Rechnungshofes eingehen, könnte dies laut DHZ für viele Betriebe hohe Umsatzeinbußen zur Folge haben. Der Hauptgeschäftsführer des Baden-Württembergischen Handwerkstages (BWHT), Oskar Vogel, forderte deshalb in der DHZ,den Vorschlag noch einmal gewissenhaft zu überdenken. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) rechnet bei einem Steuerbonus mit einem Selbstfinanzierungseffekt von 80 Prozent, wenn 30 Prozent der sonst in Schwarzarbeit ausgeführten Aufträge wieder auf legalem Weg ausgeführt würden.

Eine ausführliche Zusammenfassung finden Sie auf deutsche-handwerks-zeitung.de und bei FAZ.NET.

Weiterführende Informationen finden Sie auch in unserem Ratgeber zur Absetzbarkeit von Handwerksleistungen.

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