„Da steckt ein Stück weit Leben drin“

Daniel Dodt Handwerkerseite des Jahres Leave a Comment

Michael Kentsch

 

In der Kategorie Metallverarbeitung konnte sich www.kentsch-design.de den Sieg bei der Wahl zur „Handwerkerseite des Jahres 2014“ sichern. Der Webauftritt von Michael Kentsch (48) aus Korschenbroich setzte sich dabei gegen rund 60 andere Seiten aus dem Bereich durch.

Im Interview mit MyHammer berichtet der Metallbaumeister über seinen Neustart in die Selbstständigkeit, das unerwartet gute Abschneiden beim diesjährigen Wettbewerb und über seine Erfindung, die bei Groß und Klein stets für strahlende Gesichter sorgt.

 

FireShot Screen Capture #189 - 'Kentsch Design - Designfreude für Edelstahl und Licht' - kentsch-design_de

MyHammer gratuliert www.kentsch-design.de zum Kategoriesieg bei der Wahl zur Handwerkerseite des Jahres 2014.

 

Herr Kentsch, im Bereich Metallverarbeitung haben sie die Fachjury rundum überzeugen können. Haben Sie sich im Vorfeld Hoffnungen auf eine so gute Platzierung gemacht?

Als wir die Information bekommen haben, dass unsere Webseite als Kategoriesieger ausgezeichnet wird, waren meine Frau und ich sehr überrascht. Wir haben zwar gesehen, dass wir ganz aussichtsreich im Rennen liegen, wären aber auch mit einem zweiten oder dritten Platz überaus glücklich gewesen. Wir wollten mit der Teilnahme am Wettbewerb testen, wie gut unsere neue Seite ankommt. Eine so positive Resonanz von Publikum und Jury macht uns sehr stolz.    

Der Jury hat besonders die originelle und witzige Art gefallen, mit der Ihre Produkte in Szene gesetzt werden. Haben Sie sich bei der Erstellung der Webseite professionelle Hilfe geholt?

Unsere Webseite ist noch recht neu. Sie ist im Frühjahr 2014 an den Start gegangen. Wir haben sie zeitgleich mit dem Beginn meiner Selbstständigkeit aufgesetzt und am Anfang eine professionelle Webdesignerin ins Boot geholt. An dem Preis hat meine Frau einen sehr großen Anteil. Sie kümmert sich sehr liebevoll um die Seitengestaltung – quasi als Hobby nach Feierabend. Dafür möchte ich ihr an dieser Stelle auch noch einmal ganz herzlich danken!

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MIKE freut sich mit seinem Erfinder über den Sieg in der Kategorie Metallverarbeitung.

Mit Ihren Kreationen erwecken Sie Metall und Licht zum Leben. Sie erschaffen mit Ihren „MIKEs“ Leuchtdekorationen, die sehr menschliche Haltungen und Emotionen zeigen. Wie sind sie auf diese Idee gekommen?

Ich wollte etwas machen, dass es noch nicht gibt. Es sollte eine außergewöhnliche Form haben, witzig sein und Spaß machen. So kam ich auf die Idee, Metall und Licht zu kombinieren, das Ganze in einer „lebendigen“ Art und Weise zu präsentieren und mich damit selbständig zu machen. Ende 2013 habe ich einen ersten Probetypen im Keller gebaut und bei einer Party zu Testzwecken in die Wohnung gesetzt.

Wie haben die Gäste reagiert?

Die Reaktionen auf den ersten „MIKE“ waren überwältigend. Während die Erwachsenen gefragt haben, wo man so eine außergewöhnliche Lampe kaufen kann, haben die Kinder „MIKE“ umarmt und mit ihm gespielt. Da habe ich gemerkt: Da steckt ein ganzes Stück weit Leben drin. Jedes Stück ist etwas ganz individuelles und besonderes, das weit über den Status einer dekorativen Lampe hinausgeht. „MIKE“ ist vielmehr wie ein guter Freund und Begleiter, der einem in dunklen Stunden Licht und Wärme schenkt.

Ihrer Webseite merkt man an jedem Punkt den Spaß und die Freude an, die Sie in Ihre Arbeit stecken. Erzählen Sie uns doch ein wenig von Ihrem Arbeitsalltag.

Wenn meine beiden Kinder morgens im Kindergarten und in der Schule sind, widme ich mich zunächst den Kundenanfragen und der Kundenkommunikation. Da jeder „MIKE“ zusammen mit den Interessenten nach ihren individuellen Wünschen entworfen und produziert wird, ist eine genaue Absprache sehr wichtig. Bei den Ideen für neue Figuren lasse ich mich hauptsächlich von den Kundenwünschen inspirieren. Dafür entwickle ich 3D-Modelle am Computer und stimme diese mit meinen Käufern ab. Danach geht es in die Werkstatt, wo die Figuren in Handarbeit zusammengebaut werden. Momentan bin ich auch auf lokalen Märkten und Ausstellungen in der Region unterwegs, um „MIKE“ zu präsentieren. Dabei erhalten wir viel positives Feedback. „MIKE“ ist ein Publikumsmagnet mit einem sehr hohen Wiedererkennungswert, der die Leute für sich einnehmen und begeistern kann.

 

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Metallbaumeister Michael Kentsch in seiner Werkstatt

Ist jede Figur ein Einzelstück?

In meiner Werkstatt fertige ich jede Figur nach den speziellen Wünschen der Kunden an. Zur Zeit arbeite ich beispielsweise an einem Stück, das die Frau eines Malermeisters ihrem Gatten schenken möchte. Dabei versuchen wir natürlich auch, bestimmte Körperhaltungen und markante Handwerksutensilien einfließen zu lassen. Seit Mitte November haben wir unsere Produktpalette zudem um den „Mini-MIKE“ erweitert, da mich viele Interessenten fragen, ob die Figuren auch passend für den Schreibtisch oder Nachttisch angefertigt werden können.

Was ist die häufigste Frage, die sie von Ihren Kunden zu hören bekommen?

Sind die „MIKEs“ eigentlich beweglich? Diese Frage muss ich verneinen. Ich habe zwar hin und wieder mit Kugelgelenken experimentiert. Das wird dann aber richtig teuer. Zudem wäre es optisch ein Rückschritt, da die Schrauben sichtbar wären. Hinzu kommt, dass man die Figuren meist sowieso nur ein- oder zweimal einstellen würde. Für den individuellen Geschmack besteht ja grade die Möglichkeit der aktiven Mitgestaltung.

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MIKE im Zug auf dem Weg zur Siegerehrung

Insofern sehe ich eigentlich keine Notwendigkeit für flexible Gelenke. Ich persönlich mag die Stücke lieber stabil und robust – ideal für den Einsatz drinnen wie draußen.

Ihr „MIKE-Win“ war der heimliche Star bei der Siegerehrung der „Handwerkerseite des Jahres“. Wie hat er die Reisestrapazen verkraftet?

„MIKE“ ist hart im Nehmen und wir hatten auf der Reise in die Hauptstadt viel Spaß. Sowohl im Zug als auch bei der Siegerehrung hat er die Leute bestens unterhalten. Es war wirklich ein toller Zufall, dass wir die Figur in einer Schalttafel verankern konnten, sodass „MIKE“ bei der Preisverleihung den besten Platz hatte. Das war schon Millimeterarbeit. Schade, dass wir ihn nicht abends mit in den Reichstag nehmen konnten, er hatte Probleme mit der Sicherheitskontrolle 🙂

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