„Positives Feedback kommt auch im Internet nicht von alleine“

Lundquist Neubauer Handwerkerseite des Jahres 1 Comment

Volker_GeyerAm 1. August startet die „Handwerkerseite des Jahres zum dritten Mal. Der Malermeister Volker Geyer hat diese Auszeichnung 2012 gewonnen. Dieses Jahr sitzt er in der Jury und entscheidet mit, wer sein Nachfolger wird. Wir haben mit ihm vor allem über die Frage gesprochen: Muss ein Handwerker ins Internet?

Herr Geyer, was bedeutet Ihnen die Auszeichnung als Handwerkerseite des Jahres? Wie waren die Reaktionen?

Ich habe mich sehr darüber gefreut! Daher habe ich auch gleich ein Jubel-Bild von mir auf meiner Facebook-Seite gepostet, als ich die Nachricht erhalten habe. Schließlich hatte ich einiges dafür getan, dass wir in der Voting-Phase die meisten Stimmen bekommen haben – glauben Sie mir: Da stecken viele Stunden Arbeit drin! Dass die Jury dann das Publikums-Voting einstimmig bestätigt hat, war dann die Krönung!

Seit wann sind Sie im Internet aktiv und vor allem warum?

Vor drei Jahren haben wir unsere Marketingaktivitäten komplett ins Internet verlagert. Das war eine ganz bewusste und strategische Entscheidung. Wir haben eine Zielgruppe, die im Internet unterwegs ist – nämlich Kunden, die eine individuelle und hochwertige Wandgestaltung suchen. Mit meinem Blog und dem Showroom möchte ich diese Menschen ganz gezielt ansprechen. Das Internet ist für mich hierfür das beste Medium. Hier kann ich meine Botschaften zielgerichtet transportieren.

Welche Kanäle nutzen Sie denn? Und wie viel Zeit nimmt das in Anspruch?

Bilder sagen mehr als 1.000 Worte. Auf meiner Webseite nimmt deshalb der Showroom einen zentralen Platz ein. Dort können Kunden unsere Arbeit selbst sehen und sich inspirieren lassen. Aber ich nutze auch andere Kanäle. Auf Facebook, Twitter, XING und Youtube lasse ich Kunden hinter die Kulissen unseres Betriebs schauen. Alle Kanäle bediene ich selbst. Es macht mir Spaß und ist authentisch. Dafür kostet es natürlich Zeit, insgesamt etwa drei Stunden täglich.

Und das lohnt sich?

Und wie! Etwa zwei Drittel des gesamten Firmenumsatzes sind auf unsere Internetaktivitäten zurückzuführen. Und wenn Sie bedenken, dass wir ansonsten keine Marketing-Aufwendungen haben, ist meine tägliche Arbeitszeit dafür eine sinnvolle Investition. Früher habe ich diese Zeit in die Bearbeitung von Ausschreibungen investiert. Etwa nur jedes zehnte Angebot wurde zum Auftrag und dies zu billigsten Preisen. Heute führt etwa jedes zweite Angebot zum Auftrag und die Wertschöpfung ist eine ganz andere.

Also sollte jeder Handwerker möglichst schnell ins Internet?

Das kann man so pauschal nicht sagen. Nicht jeder Handwerker muss einen eigenen Facebook-Account haben. Es kommt immer drauf an, wen man wie erreichen will. Jeder muss für sich den richtigen Weg finden, seine Zielgruppe anzusprechen. Und auch im Internet müssen die Rahmenbedingungen stimmen: Es braucht einen gesunden Betrieb, wertgeschätzte Mitarbeiter und zufriedene Kunden  – positives Feedback kommt auch im Internet nicht von alleine. Für mich ist das Internet das Medium der Gegenwart und Zukunft, an dem kein Weg vorbeiführt. Daher finde ich es schon erstaunlich, dass noch immer die Hälfte der Handwerker keine eigene Webseite hat.

 

Volker Geyer ist gelernter Malermeister und Inhaber der Aperto – Handwerk & Wohnen Ltd. in Wiesbaden. Der Betrieb mit sechs Mitarbeitern hat sich auf hochwertige und individuelle Wanddesigns für Privatkunden spezialisiert. Geyer ist seit Jahren fast täglich im Internet mit Geschichten präsent, beispielsweise mit einem Interview mit der TV-Moderatorin Nina Ruge, das wir seinerzeit auch hier im Myhammer Blog aufgegriffen haben. Für seine Online-Aktivitäten und die Präsenz www.malerische-wohnideen.de erhielt Geyer im Jahre 2012 die Auszeichnung „Handwerkerseite des Jahres“.

Ähnliche Beiträge

Comments 1

  1. Herzlichen Glückwunsch zur Handwerkerseite des Jahres.
    Wir können die Aussage des Kollegen Geyer in jeder Hinsicht bestätigen. Eine gute Präsentation im Internet ist wichtig und zukunftsweisend. Besonders sympathisch kommt rüber, dass auch Fehler eingeräumt werden, wie „verpasster Rückruf“ oder „Reklamation“. Das ist wohl jedem schon einmal passiert und nobody is perfect! Zum Kotzen finde ich diejenigen, die sich selbst für die größten halten und sich dabei als die größten Dummschwätzer outen. Dem Kollegen Geyer wünschen wir weiterhin alles Gute und viel Erfolg.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*