Bringen Auftragsportale nichts?

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In der Mittelbadischen Presse vom 17.6.2010 lesen wir von einigen Handwerkern, die von Auftragsportalen wenig halten. Dies ist offensichtlich vor allem dann der Fall, wenn Handwerker die Portale nicht kennen. Daher möchte ich mit einigen Vorurteilen aufräumen:

1.    In dem Artikel wird ein Handwerker wie folgt zitiert: „Bei den meisten Portalen geht es doch nur um das eine: möglichst billig an Handwerksleistungen zu kommen.“ Das ist schlicht FALSCH. RICHTIG ist: Bei den meisten Auftragsportalen wie MyHammer finden KEINE Auktionen statt, sondern Ausschreibungen. Auftraggeber können also aus allen Angeboten auswählen und Handwerker sind frei in ihrer Angebotsabgabe. Bei MyHammer bekommt nur in 25 Prozent der Fälle der günstigste Anbieter den Auftrag. In über 50 Prozent der Fälle bekommt der „Preis-Bewertungssieger“ den Auftrag. Diesen ermitteln wir auf der Basis der angebotenen Leistungen des Handwerkers sowie der Bewertungen, die er für bisher ausgeführte Arbeiten erhalten hat.  Bei der Ermittlung des Preis-Bewertungssiegers wird auch berücksichtigt, inwieweit das ausgeschriebene Projekt zu den bisherigen Bewertungen, der Größe bisheriger Aufträge und den Qualifikation des Betriebes passt. Die Qualifikationen spielen bei der Handwerker-Auswahl bei MyHammer neben den Bewertungen eine sehr große Rolle und werden auf den Handwerker-Profilen in den Vordergrund gestellt. Die angegebenen Qualifikationen sind übrigens alle von MyHammer geprüft; wer beispielsweise angibt, Malermeister zu sein, hat uns vorher seinen Meisterbrief vorgelegt.

2.    Ein weiterer Handwerker sagt in der Mittelbadischen Presse, dass für die Kundengewinnung Messen, Ausstellungen und Tage der offenen Türe wichtiger seien als Auftragsportale. Ja, auch das können gute Wege zu neuen Kunden sein. Aber wollen Sie, liebe Handwerker, wirklich 42 Prozent der Kunden ignorieren, die ihren Handwerker bereits im Internet suchen und finden? Der Großteil dieser Internet-Kunden sucht den Handwerker dann übrigens bei MyHammer, dem mit Abstand bekanntesten und größten Portal. Deswegen finden Handwerker allein in der Region Offenburg im Umkreis von 50 Kilometern derzeit rund 300 Ausschreibungen. Wir reden hier nicht über 450 Klicks im Monat auf der Website der regionalen Elektroinnung, sondern von 300 konkreten Auftraggebern, die auf Angebote von Handwerkern warten. Die Zahl der potenziellen Auftraggeber liegt übrigens noch viel höher, denn viele kontaktieren Handwerker über MyHammer direkt – ohne den Weg über eine Ausschreibung zu gehen.

3.    „Die Portale? Kein Thema!“ wird ein weiterer Handwerker zitiert. Wohl dem, der es sich leisten kann, auf diese Kunden zu verzichten. Nun sagt der Konjunkturbericht der benachbarten Handwerkskammer Stuttgart aber etwas anderes: Nur 2,1 Prozent der regionalen Handwerksbetriebe geben eine Vollauslastung ihrer Kapazitäten an (Vorjahresquartal: 3,0 Prozent). In Baden-Württemberg sind sogar 44,4 Prozent der Betriebe weniger als 60 Prozent ausgelastet. Da frage ich mich schon, ob diese Betriebe auf die Aufträge und die Kunden der bundesweiten Portale wirklich verzichten wollen.

4.    Am meisten gewundert habe ich mich über die Aussage, dass man im Internet NICHT erfährt, ob ein Anbieter gute Arbeit leistet. Da frage ich zurück: Ja, wo denn sonst? Richtig ist: Nirgendwo erfährt man besser und schneller etwas über die Qualität von Handwerkern als im Internet. Allein bei MyHammer wurden bisher über 600.000 Bewertungen abgegeben. Und diese Bewertungen sind keine bloßen Meinungsäußerungen, die möglicherweise von Freunden oder Wettbewerbern beeinflusst wurden, sondern sie stammen von tatsächlichen Kunden. Denn Bewertungen können bei MyHammer nur für einen konkreten Auftrag abgegeben werden, dem eine Ausschreibung und ein Angebot des Handwerkers vorausging. Übrigens gilt das mit den Bewertungen auch umgekehrt, Auftraggeber werden bei MyHammer von Handwerkern bewertet; Handwerker können sich so ihre Kunden beispielsweise hinsichtlich ihrer Zahlungsmoral aussuchen. Den Kunden sind die Bewertungen übrigens sehr wichtig: Laut einer Studie schauen drei Viertel der Auftraggeber zuerst auf Empfehlungen und Bewertungen, erst dann auf den Preis.

Fazit: MyHammer bietet aus meiner Sicht enorm viele Chancen für das Handwerk. Viele Betriebe machen sich mit MyHammer selbstständig und expandieren gerade – trotz andauernder Wirtschaftskrise. MyHammer ist dabei keineswegs perfekt; wir wollen ständig besser werden und arbeiten jeden Tag daran. Gerne stelle ich mich einer (öffentlichen) Diskussion mit Handwerkern aus Ortenau und Umgebung; E-Mail oder Anruf genügt!

Hier geht es zum Artikel der Mittelbadischen Presse

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Comments 3

  1. hört sich ja alle super an!! das ist aber nur theoretisch der Fall. woher weiss denn ein unternehmen wie MY-HAMMER, dass die eingereichten Qualifikationen (Meisterbrief, Gesellenbrief etc.) auch echt sind??? einen meisterbrief zu fälschen, in der heuteigen Zeit kein Thema.

  2. Lieber anonymer Kommentator, gerne nehmen wir zu Ihrem Kommentar Stellung. Davor möchten wir Sie jedoch darauf hinweisen, das wir Ihren urpsrünglich angegebenen Absendernamen gelöscht haben, weil Sie sich offensichtlich zu Unrecht als Vertreter einer Handwerkskammer ausgegeben haben. Die von Ihnen angegebene Handwerkskammer wusste jedenfalls auf unsere Nachfrage hin nichts von einem Kommentar im MyHammer Newsroom. So wissen wir immerhin schon einmal, dass Sie nicht „echt“ sind.

    Trotzdem möchten wir ausnahmsweise auf Ihren Kommentar eingehen, weil Sie ein „Argument“ gegen MyHammer vorbringen, das durch regelmäßige Wiederholungen nicht richtiger wird. Lassen Sie uns mit einer Gegenfrage beginnen: Woher weiß der Kunde denn, ob es sich um einen Meister handelt, wenn er seinen Handwerker NICHT über MyHammer sucht? In der täglichen Praxis lässt sich doch kaum ein Kunde den Meisterbrief oder andere Qualifikationsnachweise zeigen, bevor er den Auftrag vergibt. Und selbst wenn er das tün würde, würde es ja Ihrer Ansicht nach nichts nützen, weil man einen Meisterbrief angeblich so leicht fälschen kann, wie Sie selbst sagen! Beides spricht nicht gegen MyHammer, sondern DAFÜR, dass MyHammer einen besonders sichereren Weg der Auftragsvergabe bietet, denn die besten Mittel gegen Fälschungen und Betrug sind doch Transpranz und Öffentlichkeit, wie sie MyHammer bietet. Handwerker oder Handwerksorganisationen bemerken so schwarze Schafe schnell, wenn sie sich mal bei uns verirren, und melden diese an ihre Kammer bzw. den ZDH, der dies an MyHammer weitergibt. Sind Beschwerden berechtigt, sperrt MyHammer entsprechende Nutzer in kürzester Zeit – dies läuft reibungslos dank einer seit Jahren gut funktionierenden Zusammenarbeit zwischen MyHammer und dem ZDH. Verdächtige Nutzer können ebenso über den Verstoß-Button an das MyHammer Service-Team gemeldet werden. Wichtiger Hinweis auf die Qualität eines Handwerkers sind außerdem seine Bewertungen. Es ist aus unserer Sicht praktisch ausgeschlossen, dass ein Handwerker mit beispielsweise 100 guten Bewertungen bei MyHammer eine falsche Qualifikation angibt, da sein Handeln bei MyHammer öfffentlich und für jedermam einsehbar ist. MyHammer ist damit ein besonders sicherer Weg, sich über die Qualfikation eines Handwerkers zu informieren!

  3. Hallo

    Jeder Kunde hat die Möglichkeit sich bei der HWK,
    der Innung oder anderer Institutionen nach dem Anbieter zu erkundigen!

    Hier bietet myhammer dem aufmerksamen Kunden
    einen tollen Einblick!

    Gruss Marina, PWHABERMANN

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